Röntgen der Niereni.v. Pyelogramm / AngiographieAuf einer einfachen Röntgenaufnahme sieht man die Nieren nur sehr flau, Steine und andere Verkalkungen der Niere bilden sich allerdings gut ab. Mit jodhaltigem Kontrastmittel, das von den Nieren aufgenommen und ausgeschieden wird, kann man die Nieren mit Röntgenstrahlen sichtbar machen. Diese Untersuchung nennt man Ausscheidungs-Urogramm oder intravenöses Pyelogramm, denn das Kontrastmittel wird in die Vene gespritzt.
Seit es Ultraschallgeräte gibt, sind Röntgenuntersuchungen der Nieren nur selten, vor allem wenn der Ultraschall kein endgültiges Ergebnis bringt, notwendig. Damit lässt sich die Strahlenbelastung und das Allergierisiko des Kontrastmittels (Jodallergie) vermeiden. Manches, wie z.B. ein Harnstau, kleine Nierensteine oder manche Geschwülste der Nieren sind im Urogramm eher oder besser zu sehen als im Ultraschall. Haben Sie eine Jodallergie, dann weisen Sie unbedingt Ihren Arzt vor einem geplanten Nierenröntgen darauf hin. Sie sollten dann auch einen Allergieausweis tragen. Mit einer kurzen Cortisonbehandlung vor dem Kontrastmittel kann man eine Jodallergie praktisch vollständig unterdrücken. Für gewissen Diagnosen, so bei Geschwülsten oder bei Nierengefäßverengungen, kann ein Röntgen der Nierengefäße, d.h. eine Angiographie notwendig werden.
Dazu wird nach örtlicher Betäubung ein dünner Katheter über eine Punktion einer Schlagader (Arterie) in der Leiste zu den Nierengefäßen vorgeschoben. Dann wird zur Anfärbung der strömenden Blutes Kontrastmittel gespritzt. In der Regel löst das Einspritzen ein Wärmegefühl aus. Außer einem kurzen Brennen bei der örtlichen Betäubung ist die Angiographie üblicherweise schmerzlos und dauert etwa 30 min. Die Punktion einer Arterie und das Vorschieben des Katheters sind in der Regel, aber nicht immer, ungefährlich. (c) Prof. Dr. Mann und Dr. med. Martin Pachmann
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| Zweiter Teil: Die körperliche Untersuchung |