Fragen zu: Sonographie / Ultraschall
Bei einer Ultraschalluntersuchung vor knapp 2 Jahren
wurde eine etwa 1cm große Zyte in meiner linken Niere entdeckt. Seither
ließ ich 2 Ultraschalluntersuchungen zur Kontrolle machen. Die Zyste
zeigte sich unverändert, also nicht gewachsen aber ist auch nicht
verschwunden.
Ist eine Nierenzyste dieser Größe gefährlich? Wie
oft sollte ich zur Kontrolluntersuchung gehen?
Wenn eine einzelne und ansonsten unauffällige Zysten
an nur einer Niere vorliegt, ist dies in aller Regel kein Grund zur Sorge.
Man sollte diese Zyste, wie bei ihnen erfolgt, in
regelmäßigen Abständen kontrollieren. Wenn die Größe aber nun über 2
Jahre absolut konstant geblieben ist, dürften meistens Abstände von ca.
1 Jahr reichen. Aber die Entscheidung über die Abstände zwischen den
Kontrollen müssten durch Ihren behandelnden Arzt erfolgen.
Frage:
Ich war gestern beim Urologen. Das Labor erbrachte
Normalwerte, beim Sono wurde aber festgestellt, dass ich in der linken
Niere 4 und in der rechten Niere 3 Zysten habe. Im Internet habe ich
gelesen, dass bei mehr als 3 Zysten je Niere mit großer
Wahrscheinlichkeit eine Funktionsstörung der Niere(n) vorliegt.
Zysten in den Nieren gibt es "degenerativ",
also durch eine Art Abnutzungserscheinung und auch im Rahmen der
Zystennierenerkrankung. Gemeinsam ist beiden Arten von Zysten, dass man
sie nicht zum Verschwinden bringen kann und dass auch keine echte Prävention
möglich ist.
Eine "Funktionsstörung" der Nieren kann
man allerdings nur an den Laborwerten festmachen, nicht am Ultraschall-
oder Röntgenbild.
Dennoch ist es bei gehäuften Zysten sicherlich sehr
sinnvoll, sich bei einem Nephrologen (Zusatzausbildung zum Internisten mit
Fachgebiet Nieren- und Bluthochdruckerkrankungen) vorzustellen, damit
dieser überlegen kann, ob weitere Untersuchungen nötig sind.
Frage:
bei meiner Mutter, Jahrgang 1921, wurde schon
mehrmals festgestellt, dass Zysten in beiden Nieren vorhanden sind. Sie
bekommt allerdings nur Medikamente gegen Bluthochdruck. Ich mache mir
Sorgen, weil sie auch öfters Nierenschmerzen hat. Weiss man schon den
Grund für eine Zystenbildung? Hilft eine Basenkost?
Zysten an den Nieren können unterschiedliche
Ursachen haben. Bei einer bekannten und voranschreitenden
Nierenfunktionseinschränkung kommt es häufig in dem nicht mehr
funktionierenden Nierengewebe zu Zystenbildung.
Auch erbliche Krankheiten können zu Zystenbildung führen.
Besonders häufig ist die Erwachsenenform der Zystennieren, die von sehr
leichtem Verlauf (lediglich Zysten erkennbar, keine Funktionseinschränkung
der Nieren) bis hin zu dialysepflichtigem Nierenversagen schon in jungem
Alter reichen kann.
Über das Internet ist nicht zu beurteilen, welche
Form der Zysten bei Ihrer Mutter vorliegt. Um auf Nummer sicher zu gehen,
sollte sich Ihre Mutter bei einem Nephrologen (Zusatzausbildung des
Internisten mit Fachgebiet Nieren- und Bluthochdruckerkrankungen) vorstellen.
Frage:
Ich habe eine 4,2 cm große Zyste an der linken
Niere. Habe alle Untersuchungen hinter mir außer Harnleiter und
Nierenspiegelung, da ich auch Blut im Urin hatte. Meine Frage an sie ist:
Kann auch eine Zyste Blut im Urin erzeugen?
Normalerweise wird eine einfache Zyste keine
Blutbeimengung zum Urin hervorrufen. Erst wenn es zu einer (gelegentlich
vorkommenden) Einblutung in die Zyste kommt, erscheint häufig auch Blut
im Urin.
Zunächst sollte der Urin untersucht werden, um die
Herkunft des Blutes näher zu bestimmen (Niere oder Harnwege).
Aber wenn die Blutmenge nur gering ist, macht die
Blasen- und Harnleiterspiegelung wahrscheinlich keinen Sinn. Lediglich
wenn die Blutmenge groß genug ist, um bei der Spiegelung zu sehen, aus
welcher Niere das Blut kommt, kann man herausfinden, ob es doch an der
Zyste liegt.
Ich würde Ihnen daher empfehlen, zunächst einen
Nephrologen (Zusatzausbildung zum Internisten mit Fachgebiet Nieren- und
Bluthochdruckerkrankungen) aufzusuchen. Dieser kann meist durch eine
einfache mikroskopische Untersuchung des Urins feststellen, welcher Natur
die Blutbeimengung ist.
Was ist atyp. Parechysporn re.Niere, Auschluß RF. In
diesem Zusammenhang soll bei mir ein Nieren CT durchgeführt werden.
In der Ultraschalluntersuchung kann nicht immer
sicher beurteilt werden, ob eine sichtbare Struktur "normal" ist
oder einen Krankheitswert haben kann. Ein Parenchym-Sporn wäre ein nicht
krankhafter Befund, eine "Raumforderung" oder RF könnte auf
einen Tumor hinweisen. Daher schließt man an einen solchen nicht sicheren
Befund in der Sonographie (Ultraschall) eine weitere Untersuchung wie das
CT an. Diese ist zwar mit Strahlenbelastung verbunden,
aber genauer und kann meist eine bösartige Neubildung sicher
ausschließen.
Unsere zehnjährige Tochter hatte vor 2 Jahren eine
schwere Pyelonephritis. Als Folge ist eine im Ultraschall sichtbare Narbe
auf der rechten Niere zurückgebliegen.
Unser Kinderarzt sagte, die Schädigung sei eher
gering. Es würde reichen, die Niere einmal jährlich zu kontrollieren.
Mit Beeinträchtigungen im späteren Leben sei nicht zu rechnen.
Im Internet habe ich nun viel gelesen, dass
insbesondere die erste Narbe vermieden werden sollte und sowohl für
Bluthochdruck als auch für Komplikationen in einer möglichen späteren
Schwangerschaft ein hohes Risiko besteht.
Es ist richtig, dass Narben nach
Pyelonephritiden
Ausgangspunkt für weitere Infekte darstellen können, allerdings ist
diese Gefahr bei Patienten ohne vorbestehendes Abflusshindernis oder
Reflux nur sehr gering.
Wenn keine weiteren Probleme wie z.B. häufige
Harnwegsinfekte oder eine eingeschränkte Nierenfunktion vorliegen, ist
wohl eine jährliche Kontrolle ausreichend.
Eine einzelne Narbe, die auf ein einziges Schädigungsereignis
zurückgeht, kann natürlich unter sehr ungünstigen Bedingungen ein Grund
für einen späteren Bluthochdruck darstellen, wahrscheinlich ist dies
aber nicht. Auch eine spätere Schwangerschaft ist absolut nicht
notwendigerweise mit einer erhöhten Komplikationsgefahr verbunden.
Sie können, wenn Sie sich unsicher sind, durchaus
eine zweite Meinung bei einem Facharzt, einem Nephrologen, einholen.
Frage:
Ich hatte eine Entzündung in der Niere, die jetzt
weg ist aber meine Niere ist stark vergrößert und jetzt soll ich zum CT.
Auf der Überweisung steht: Amorphe Struktur der rechten Niere. Abdomen-CT
zwecks Differenzierung des Nierenbefundes erbeten.
Was bedeutet das? hab ich Krebs?
Sicher ist die Computertomographie jetzt gelaufen und
ich würde dringend vermuten, dass man zwar ein aufgelockertes
Nierengewebe gesehen hat, aber keinen Anhalt für eine Krebserkrankung.
Woran man aber denken muss: Wenn sich so eine
bakterielle Nierenentzündung nicht ausreichend behandeln lässt, kann es
sein, dass sich ein Abszess in der Niere gebildet hat. Dann ist die
Computertomographie die richtige Methode, um es (wenn man es in der
Sonographie nicht unterscheiden kann) herauszufinden.
Aber auch nach einer "normalen" Pyelonephritis (Nierenentzündung)
kann das Nierengewebe noch längere Zeit aufgelockert erscheinen.
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