PhosphatbinderPhosphat ist ein Nahrungsbestandteil, der normalerweise aus dem Darm aufgenommen und von der Niere ausgeschieden wird. Bei Nierenkranken wird Phosphat oft vermindert ausgeschieden und sein Spiegel im Blut, den ihr Arzt einfach messen kann, steigt an. Dies nennt man Phosphatstau oder Hyperphosphatämie, die schon bei früher Niereninsuffizienz beginnen kann. Nun gibt es Arzneimittel, die Phosphat im Darm
aus der Nahrung abfangen, so dass weniger Phosphat in die Blutbahn
gelangt. Diese Mittel sollen Sie direkt vor oder während jeder Mahlzeit schlucken. Wenn Sie diese Phosphatbinder nach dem Essen oder zwischen den Mahlzeiten einnehmen, dann sind sie wenig wirksam. Schwere Nebenwirkungen haben diese Mittel
eigentlich nicht. Verstopfung oder auch etwas Durchfall können selten
auftreten. Bei manchen Patienten wird er Arzt kontrollieren, ob die
Calcium- oder Aluminiumwerte im Blut ansteigen. Wieso schadet zuviel Phosphat im Blut? Zuviel Phosphat kann sich mit Calcium verbinden und als „Kalk“ in den Gefäßen und um die Gelenke abgelagert werden. Damit verstopfen ihre Gefäße und die Gelenke tun sehr weh. Außerdem fördert zuviel Phosphat die Bildung von Parathormon, dem Hormon der Nebenschilddrüse, das einen Kalkabbau aus dem Knochen fördert. (c) Prof. Dr. Mann und Dr. med. Martin Pachmann
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