Wann wird mit der Dialyse begonnen?
Man beginnt die Dialyse aus unterschiedlichen
Gründen:
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Entweder hat der Patient typische Beschwerden einer zu starken Ansammlung von Giftstoffen (Erbrechen, Übelkeit, fehlender Appetit, Juckreiz, Kraftverlust) und typische Befunde bei der Untersuchung durch den Arzt (Herzbeutelentzündung, entzündete Haut) oder
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die Blutwerte (Harnstoff und Kreatinin) steigen so hoch,
dass eine gefährliche Situation bald bevorsteht.
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Selten beginnt man wegen einer zu großen Wasseransammlung
im Körper mit der Dialyse.
Der behandelnde
Arzt wird für jeden Patienten entscheiden, ob eine Dialyse
notfallmäßig, das heißt, in der Regel noch am selben Tag begonnen
werden muß, oder ob noch mehr Zeit zur Verfügung steht. Gründe
für eine Notfalldialyse:
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Bedrohliche
Entgleisung der Blutsalze (Elektrolyte), insbesondere die
Hyperkaliämie
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Schwere
Überwässerung, auch mit Lungenödem (Wasser in der Lunge)
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Andere
bedrohliche Erscheinungen der Ansammlung von Giftstoffen im Körper,
wie z.B. Herzbeutelentzündung
Gründe für
einen baldigen Beginn der Nierenersatzbehandlung
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Eine
Verminderung der Nierenfunktion auf unter 15% des Normalwertes
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Zunehmende
Zeichen der Vergiftung wie Juckreiz, Müdigkeit, Schwäche, Übelkeit,
Erbrechen
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Laborveränderungen,
die eine baldige Entgleisung oder Gefahr befürchten lassen
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Anderweitig
nicht beherrschbare Wasseransammlung im Körper
Bei Diabetikern
konnte man zeigen, daß ein Beginn der Nierenersatzbehandlung schon vor
dem Auftreten von Vergiftungserscheinungen dazu führt, daß während der
späteren Phase der Dialyse weniger Komplikationen auftreten.
(c) Prof.
Dr. Mann und Dr.
med. Martin Pachmann
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