Hämofiltration und Hämodiafiltration

Die Dialyse kann die Nierenfunktion nur unvollständig ersetzen. 

Vor allem etwas größere Giftstoffe werden von den normalen Nieren gut ausgeschieden, nicht aber von der künstlichen Niere. 

Deswegen versuchen die Mediziner und Forscher ständig, die Entgiftung mit der künstlichen Niere zu verbessern. Durchschlagende Erfolge wurden dabei aber noch nicht erzielt. An zwei Methoden die auch in wenigen Dialysestationen zum Einsatz kommen, wird im Augenblick gearbeitet:

  • Hämofiltration und

  • Hämodiafiltration

Was versteckt sich hinter diesen Begriffen? 

Bei der Hämofiltration wird eine künstliche Niere eingesetzt, die sehr große Poren hat. Die Entgiftung erfolgt dadurch, dass dem Blut etwa 10 Liter Flüssigkeit mit den gelösten Giftstoffen in 4-5 Stunden abgefiltert wird. Direkt nach dem Filter wird das Blut wieder mit einer Elektrolytlösung, die natürlich keine Giftstoffe enthält, aufgefüllt. Ohne ein Wiederauffüllen würde der Patient austrocknen. Bei der Hämofiltration wird also der Wasseranteil des Blutes praktisch ausgetauscht, eine Dialyse gegen eine Spüllösung findet nicht statt. 

Bei der Hämodiafiltration wird das Blut mit zwei Filtern sowohl durch Dialyse als auch durch Hämofiltration gereinigt. Nach unserem heutigen Wissenstand kann man nicht sagen, ob Hämofiltration oder Hämodiafiltration definitive Vorteile gegenüber der Dialyse haben. 

Mein Eindruck ist, dass alle drei Verfahren der Blutreinigung gleich wirksam sind.

(c) Prof. Dr. Mann und Dr. med. Martin Pachmann

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