Langfristige Probleme an der Dialyse

Die Dialyse kann die Funktion der Nieren leider nur unvollständig ersetzen. Wir Ärzte und andere Wissenschaftler arbeiten daran, die Entgiftung durch die Dialyse zu verbessern. 

Beim heutigen Stand der Technik ist die Entgiftung auch bei 3 mal wöchentlicher Dialyse über 4-5 Stunden nicht in der Lage alle Giftstoffe zu entfernen. Deswegen sammeln sich über die Jahrzehnte der Dialyse Giftstoffe an, so dass eine Reihe gut bekannter medizinischer Problemen auftreten können. 

Diese Probleme treten nicht bei allen, aber vielen Patienten auf:

  • Knochenschmerzen

  • Knochenbrüche 

  • Juckreiz 

  • Verletzliche Haut

  • Impotenz 

  • Unfruchtbarkeit 

  • Leichte Ermüdbarkeit 

  • Herzschwäche 

  • Depressive Verstimmung 

  • Nervenstörungen (z.B. Kribbelgefühle) 

  • Muskelschwäche 

Diese Liste ist lang und könnte - leider - noch verlängert werden. Noch wissen wir nicht, welche Giftstoffe für welche der genannten Probleme verantwortlich sind. Es ist aber ganz klar, dass eine gute Dialyse hilft viele der o.a. Erkrankungen zu verhindern. Noch viel besser ist eine Nierenverpflanzung (Transplantation) zur Vermeidung dieser Erkrankungen.

(c) Prof. Dr. Mann und Dr. med. Martin Pachmann

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