Verschluss des Dialyseshunt

Der Shunt ist sozusagen die Lebensader des Dialysepatienten. Jeder etwas erfahrene Dialysepatienten achtet auf den Shunt wie auf ein rohes Ei.

Weiter oben haben wir dargestellt, wie ein solcher Shunt operiert wird. 

Leider kommt es immer wieder vor, dass ein Shunt sich verschließt entweder wegen einer Gerinnselbildung oder/und einer Engstelle im Shuntgefäß. Dies passiert auch bei bester Pflege des Shunts durch den Patienten und durch die betreuenden Schwestern und Ärzte. 

 

 

 Hier ein duplexsonographisches Bild einer Shuntthrombose. Man sieht im großen Quadrat eine das Quadrat fast ausfüllende rundliche Figur: 
Das ist die ursprüngliche Lichtung des Shunts. 

Jetzt ist nur noch der blau eingefärbte Teil links im Bild durchflossen; der Rest ist mit thrombotischem Material ausgefüllt.

 

Ist der Shunt verschlossen, dann ist das natürlich sehr unangenehm, aber keine Katastrophe. Oft kann ein Gerinnsel mit einer kleinen Operation herausgezogen werden. Eine Engstelle kann mit einem Ballonkatheter oder mit einer Operation erweitert werden. 

Manchmal muss man aber doch den verschlossenen Shunt aufgeben und einen neuen operieren. Es gibt viele Möglichkeit am Unter- oder Oberarm einen Shunt zu bilden. Wenn die vorhandenen Schlagadern und Venen nicht ausreichen, dann kann man künstliche Gefäße, z.B. aus Gore-Tex, einsetzen.

Wenn auch diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kann man einen dünnen Schlauch in die obere Hohlvene einsetzen, über den das Blut zur Dialyse entnommen und zurückgegeben werden kann. Diesen Katheter nennt man Demers- oder permanenten Vorhofkatheter.

Auf jeden Fall sollten Sie mit einem Shuntverschluß sofort Ihren Arzt anrufen oder hinfahren. Manchmal gelingt es auch ein Gerinnsel von außen aus dem Shunt zu schieben oder es mit Medikamenten aufzulösen.

(c) Prof. Dr. Mann und Dr. med. Martin Pachmann

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